Vorurteile gegenüber einem Reboard Kindersitz  und deren simple Gegenargumente und Erklärungen finden Sie hier in unserer Auflistung

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Aber wohin mit den Beinen?

Bei einem Reboarder gibt es gleich vier verschiedene Möglichkeiten, wir Ihr Kind die Beine platzieren kann: im Schneidersitz, angewinkelt, links und rechts am Sitz herunterbaumelnd oder gerade ausgestreckt schräg nach oben. Vergessen sie bitte nicht: als Kind ist man um ein vielfaches gelenkiger, als unsere eingerosteten Knochen es sich selbst eingestehen wollen. Wie oft sieht man Kinder in den unmöglichsten Verrenkungen sitzen, wo man sich kopfschüttelnd fragt: das kann doch nicht bequem sein, oder? Doch – für Kinder ist es das (noch!). Starten wir einen Gegenvergleich: die Beine hängen in einem vorwärts gerichteten Sitz einfach herunter. Testen Sie einmal, wie unangenehm es sein kann, wenn man keinen Boden unter den Füßen hat. Dann wird vollkommen klar, weshalb sehr viele Kinder Ihre Füße an die Vordersitze stemmen. Weil sie es eher unangenehm empfinden, wenn die Beine hängen und durch die schlechte Durchblutung einschlafen, als das sie mit angewinkelten Beinen sitzen. Und keine Sorge: diese vorübergehende Sitzposition im Fahrzeug hat noch kein skandinavisches Kind seit Erfindung der Reboardkindersitze in den 60er Jahren orthopädisch bedenkliche Verformungen der Beine oder der Hüfte zugesetzt.

Mein Kind will aber in der Babyschale schon nicht mehr rückwärts fahren!

Ihr Kind weiß in einem Alter von wenigen Monaten noch gar nicht, was rückwärts und was vorwärts ist. Auch das Gleichgewichtsorgan entwickelt sich erst ungefähr im 4.Lebensjahr. Weshalb ihr Kind in der Babyschale zusehends mit dem Alter unzufriedener und quengeliger wird, liegt schlichtweg daran, dass es in der Liegeposition in der flachen Babyschale nur den Fahrzeughimmel oder das Rücksitzpolster betrachten kann und es meist ziemlich eng wird in der Schale. Testen Sie es doch einfach mal aus, dann sind diese Vorurteile gegenüber einem Reboard Kindersitz im nu ausgeräumt.

Aber dann kann mein Kind ja gar nichts sehen?

Ihr Kind sitzt in einem Reboarder wesentlich höher und aufrechter als in einer Babyschale. Daher ist es ihm möglich, das gesamte Panorama der Heckscheibe zu genießen und natürlich auch seitlich aus den Seitenfenstern zu blicken. Ein weiterer Vorteil: Ihr Kind wird mit Sicherheit viel mehr wahrnehmen und vor allem vieles länger beobachten können und ihm wird garantiert nicht so schnell langweilig.

Aber dann sehe ich mein Kind ja gar nicht?

Ein Spiegel, der an der Kopfstütze des Rücksitzes befestigt wird, ermöglicht Ihnen einen dauerhaften Blick auf Ihr Kind und direkten Blickkontakt – und das nur mit einem kurzen Blick in den Rückspiegel! So gerät man auch gar nicht erst in die Versuchung, sich während der Fahrt zu dem Kind umzudrehen.

Die Sitze sollen aber so teuer sein?

Vernünftige Reboard Kindersitze mit der Möglichkeit, ein Kind bis mind. 18kg rückwärts transportieren zu können, gibt es mit Isofixbefestigung bereits ab 270 Euro. Das ist kaum mehr oder gar gleich viel wie ein sehr vorwärts gerichteter, hochwertiger Sitz. Und im Vergleich zu einem Kinderwagen ist ein Reboarder meist sogar günstiger, obwohl er maßgeblich zur Sicherheit unserer Kinder beitragen muss.

Aber was passiert dann bei einem Heckunfall?

Unabhängige Statistiken besagt, dass wesentlich mehr tödliche oder gefährliche Unfälle frontal passieren. Das Risiko, tödlich oder mit schweren Verletzungen, endenden Heckaufprall ist laut aktuellster Studie mit einer Wahrscheinlichkeit von gerade einmal 2,8% sehr gering, denn solche Unfälle passieren in der Regel mit wesentlich geringeren Geschwindigkeiten (in der Regel versucht man noch abzubremsen, wenn abzusehen ist, dass man gleich auf ein anderes Auto auffährt). Würde man als Passagier des getroffenen Autos nun nicht auf der Bremse stehen und das Auto fährt einem mit 30km/h in unser Heck, verlangsamen sich beide Autos auf eine Geschwindigkeit von etwa 15km/h und exakt diese Geschwindigkeit wirkt sich dann auf die Insassen der beiden involvierten Fahrzeuge. Zudem ist das Kind in einem rückwärts gerichteten Sitz mit den wichtigsten Körperteilen weiter weg vom Unfallschwerpunkt (= mehr Knautschzone).

Aber dann werden unsere Rücksitzpolster durch die Kinderschuhe schmutzig!

Natürlich muss kein Sitzpolster unter unseren kleinen Dreckspatzen leiden. Daher gibt es einfach zu befestigende Schutzmatten, die einer Verschmutzung der Autositzpolster vermeiden.

Aber die brauchen doch so viel Platz im Auto!

Wussten Sie, dass ein vorwärts gerichteter Sitz einen Mindestabstand von 55cm von dem tiefsten, innen liegenden Punkt der Kopfstütze bis zur Rückenlehne des Vordersitzes haben muss, damit ein Kopfaufschlag auf den Vordersitz im Falle eines Unfalles vermieden werden kann? Berücksichtigt man diese Tatsache, nimmt ein Reboarder nicht mehr Platz und je nach Modell sogar weniger Platz ein, als ein korrekt installierter, vorwärts gerichteter Sitz. 1:0 für den Reboard-Kindersitz vs. vorwärts gerichteter Sitz

Aber der Einbau soll ja so kompliziert sein!

Kompliziert – nein! Aber er dauert in der ersten Zeit mitunter evtl. einfach ein paar Minuten länger, als der Einbau eines herkömmlichen, vorwärtsgerichteten Sitzes. Wir zeigen Ihnen bei der Abholung Ihres Wunschsitzes den Einbau ganz genau und detailliert, damit sie selber genauso in der Lage sind, den Sitz jederzeit in ein anderes Fahrzeug einzubauen. Alternativ dazu gibt es von den Herstellern bereits diverse Einbauvideos auf youtube. Natürlich sollte bei jedem Sitz auch grundsätzlich in der beiliegenden Bedienungsanleitung nachgeschlagen werden.

Aber die vorwärts gerichteten Sitze sind doch auch so gut getestet!

Bitte verlassen Sie sich niemals auf die Endnote eines Kindersitzes, auch wenn es leicht und verführerisch ist, diese mit einem Blick an vielen Kindersitzen in Form eines Urteilsiegels quittiert zu bekommen. Auch wenn ein Kindersitz mehrere Testurteile erhalten hat, so ist z.B. der Test des ADAC, ÖAMTC und der Stiftung Warentest ein und derselbe.

Ein Test x 3 Institutionen = 3 Testsiegel

Daher ist es auch kein schierer Zufall, dass alle drei Institutionen zum etwa gleichen Zeitpunkt ihre Ergebnisse publizieren. Wussten Sie das?

Beim genaueren Studieren der deutschen/österreichischen/schweizerischen Testermittler wird ihnen auffallen, dass die Sicherheit eines Sitzes tatsächlich nur zu 50% in die Endnote mit einfließt – die übrigen 50% gehen an Einbau, Bedienung und Komfortabilität.

Der Sinn des zweiteren Wertes wird mit Statistiken argumentiert, welche belegen, dass ein Fehleinbau (misuse) von Kindersitzen eines der Hauptproblematiken bei der Sicherung von Kindern in Fahrzeugen ist.

Das heißt im Klartext: wenn ein Sitz z.B. nahezu „idiotensicher“ einbaubar, der Bezug leicht abnehmbar, der Gurtverlauf optimal und die Sitzkonstruktion ideal ist – er aber leider nur „durchschnittliche“ Belastungswerte bei einem Frontalcrash hat, wird der Sitz am Ende immer noch eine Endnote mit dem Urteil „gut“ erhalten.

An dieser Stelle sei jedem frei gestellt, ob uns als Eltern die Komfortabilität und ein schneller Einbau eines Kindersitzes tatsächlich exakt genauso wichtig ist, wie die tatsächliche Sicherheit eines Sitzes bei einem Unfall.

Möchten Sie Testergebnisse zu Rate ziehen, bei denen es nur um die Sicherheit und vor allem um die Nackenbelastungswerte eines Kindersitzes geht, so empfehlen wir Ihnen den plustest Schweden: http://www.ntf.se/konsument/bilbarnstolar.asp (ein Übersetzungsprogramm hilft, das meiste zu verstehen)

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