Warum sollte mein Kind in einem rückwärts gerichteten Kindersitz (Reboarder) fahren?

 

In Deutschland ist es üblich, Kleinkinder, wenn sie sitzen können, in vorwärtsgerichteten Kindersitzen zu transportieren.

Häufig geschieht dies noch vor dem ersten Geburtstag, da die europäische Gesetzgebung einen Wechsel bereits ab 9 kg Körpergewicht erlaubt.

Doch wussten Sie, dass Ihr Kind in Gefahr ist, wenn es in diesem Alter schon vorwärtsgerichtet im Auto mitfährt?

Warum sind Reboarder tatsächlich 5 x sicherer als vorwärts gerichtete Kindersitze in der Gruppe 1 (bis ca. 4  Jahre) ?

 

Kleinkinder fahren bis zum Alter von vier Jahren in rückwärts-gerichteten Kindersitzen 5x sicherer!“

 
 
 

Weshalb ist das so?

 

Der Kopf eines Kleinkindes macht bis zu 25 % seines Gesamtgewichts aus (bei Erwachsenen nur 6 %)

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Bei einem Frontalaufprall werden alle Körperteile beschleunigt. In einem vorwärtsgerichteten Sitz wird der Oberkörper durch die Gurte gehalten, der Kopf jedoch schleudert ungebremst nach vorne, was schwere Wirbelsäulen- und Kopfverletzungen verursacht, oder sogar tödlich ausgeht.

In rückwärtsgerichteten Kinderautositzen werden die Kräfte eines Aufpralls gleichmäßig über eine große Fläche verteilt.
Die Belastung auf den Hals, die Schultern, den Kopf, sowie innere Organe wird drastisch reduziert.

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Bis zu einem Alter von 4 Jahren sind Nackenmuskulatur und Wirbelsäule noch nicht vollständig entwickelt.
Unfallhäufigkeit bei schweren oder tödlichen Unfällen:

72,1 % Frontalunfälle, 26,1 % Seitenauffahrunfälle und nur in 2,8 %  der Crashs Heckunfälle.

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Ein vorwärtsgerichteter Sitz schützt Ihr Kind nur zu 75%, ein rückwärtsgerichteter Sitz schützt ihr Kind zu 90%!
Auch bei einem Seitenaufprall ist Ihr Kind besser geschützt – meistens sieht man einen Seitenaufprall kommen und bremst intuitiv ab.

In einem vorwärtsgerichteten Sitz wird das Kind dabei nach vorne gezogen, aus dem Seitenschutz des Kindersitzes heraus.
Bei einem Reboarder wird Ihr Kind während der Bremsung fest in die Sitzschale gedrückt und der Kopf liegt dadurch im Seitenschutz des Kindersitzes, ist also beim Aufprall perfekt geschützt.
Ein Frontalaufprall bei 50 km/h entspricht einen Sturz aus dem 3. Stock!
Gewusst? 90% aller schwedischen Kinder fahren bis zum Alter von vier Jahren in Reboard-Sitzen, obwohl es auch dort nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Alle Experten sind sich einig!

Statistiken aus Ländern mit hauptsächlich rückwärtsgerichteten Gruppe I Kindersitzen (Beispiel: Schweden) belegen,

dass das Verletzungsrisiko in Gruppe I im Vergleich zu Sitzen der Gruppe 0+ stabil bleibt.

In Ländern mit überwiegend vorwärtsgerichteten Gruppe I Sitzen mit Hosenträgergurt (Deutschland) schießt die Verletzungsgefahr im Vergleich zur Gruppe 0+ dramatisch in die Höhe.

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Aus diesem Grund empfehlen führende Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen, wie z.B. …

…die American Academy of Pediatrics (AAP)

…der ADAC

…die Stiftung Warentest

…der ÖAMTC

…der TCS

…die Autobild

Volkswagen

Volvo

…Schwedens größte Versicherungsgesellschaft Folksam

…und viele weitere Organisationen,

Kinder so lange wie möglich in rückwärts gerichteten Kindersitzen zu befördern.

Warum Reboarder ? Darum!

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